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Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg
  [1 pic] begonnen von arktika am 25.09.2023  | 14 Antworten
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NEUES THEMA25.09.2023, 03:21 Uhr
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arktika

• Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg ... und die NATO usw. usf.

Diesmal SCHWEDEN:

Hatte Schweden sich zumindest Ă€ußerlich lange viel auf seine "NeutralitĂ€t" + vorgebliche Friedfertigkeit u. Menschenfreundlichkeit (s. auch die schwed. Schaffung des 'Friedensnobelpreises') zu Gute gehalten - was bedeuten da schon Bofors, Saab, die Liquidierung von Olof Palme u. diverse militĂ€r. Zusammenarbeit mit den imperialistischen LĂ€ndern?! - und bei "großen" nationalen Entscheidungen im Gegensatz zur BRD Volksabstimmungen gemacht - mit dem Ergebnis, daß Schweden zwar in der EU, aber nicht im Euro ist -, so wird nun versucht, den NATO-Beitritt gewaltsam durchzuprĂŒgeln. Die ideologische Linie stimmt. Der Ukrainekrieg dient als Vorwand u. als moralisches FeigenblĂ€ttchen ..., daß sich dabei auch herrlich GeschĂ€fte lassen machen, ist sicherlich reiner Zufall. Und das, obwohl das nette Schweden schon lange zu den "Großen" in der RĂŒstungsbranche gehört, mit hohen QualitĂ€tsstandards.
Und nun will Schwedens RĂŒstungsindustrie auch noch direkt hin zum Abnehmer. Zum HĂ€tschelkind der NATO und Liebling der deutschen Staatslinken. Schon am 20. August war im Ukrainekrieg-Liveticker von RTdeutsch um 19:42 Uhr dazu folgender Text:

Selenskij: Kiew und Stockholm einigen sich auf Produktion schwedischer SchĂŒtzenpanzer in der Ukraine

Der ukrainische PrĂ€sident Wladimir Selenskij hat verkĂŒndet, dass bei einem Treffen mit dem schwedischen MinisterprĂ€sidenten Ulf Kristersson eine Vereinbarung ĂŒber die Lokalisierung der Produktion und Reparatur schwedischer SchĂŒtzenpanzer des Typs CV-90 in der Ukraine getroffen wurde. Er fĂŒgte hinzu:

"Wir haben ĂŒber die Lieferung zusĂ€tzlicher CV-90 gesprochen, aber jede UnterstĂŒtzung kann nicht endlos sein, daher bin ich sehr dankbar fĂŒr den heutigen wichtigen Schritt zur Lokalisierung der CV-90-Produktion in der Ukraine."

Selenskij sagte auch, dass das ukrainische MilitĂ€r mit der Ausbildung fĂŒr den Einsatz schwedischer Archer-Artilleriesysteme begonnen habe.


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NEUER BEITRAG25.09.2023, 03:28 Uhr
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arktika

"mit hohen QualitÀtsstandards. "
Immer reicht das natĂŒrlich nicht, wie man immer wieder sehen kann:

17:55 Uhr
Forbes: Russische Drohnen setzen zwei schwedische Panzer Strv 122 außer Gefecht

Russische Drohnen haben zwei schwedische Panzer des Typs Strv 122 östlich von Swatowo (LVR) beschÀdigt und versuchen nun, sie vollstÀndig zu zerstören. Dies berichtete das Magazin Forbes unter Berufung auf Meldungen auf russischen Telegram-KanÀlen.

Wie dasMagazin anmerkt, sei es unmöglich, genau zu sagen, was mit ihnen passiert ist. Möglicherweise seien sie auf Minen gestoßen, sodass die Besatzung gezwungen war, sie aufzugeben. Die verlassenen Fahrzeuge wurden dann von Drohnen angegriffen, um die ukrainischen StreitkrĂ€fte daran zu hindern, sie zur Reparatur ins Hinterland abzuschleppen.

Forbes weist darauf hin, dass die schwedischen Strv-122-Panzer eine Version des Leopard-2-Panzers sind und ĂŒber eine stĂ€rkere Panzerung, aber eine schwĂ€chere Kanone verfĂŒgen. Das Magazin schĂ€tzt, dass es sich dabei um den besten Panzer handelt, der der Ukraine vor der Ankunft des US-amerikanischen Abrams zur VerfĂŒgung steht. Insgesamt wurden zehn solcher MilitĂ€rfahrzeuge an Kiew ĂŒbergeben.


Am 24. Sept. im RTdeutsch Ukrainekrieg-Liveticker unter
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NEUER BEITRAG25.09.2023, 03:41 Uhr
EDIT: arktika
29.09.2023, 16:10 Uhr
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arktika

Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg Und natĂŒrlich ist auch das Schon-lange-NATO-Mitglied NORWEGEN mit Zusagen fĂŒr Waffenlieferungen dabei - Kampfflieger sind immer beliebt! -, wie zuvor schon DĂ€nemark und die Niederlande:

Das nĂ€chste Land liefert Kampfjets an die Ukraine – und packt noch Spezialraketen obendrauf

Die Ukraine wĂŒnscht sich seit langem Kampfjets von ihren Partnern im Westen. Nun gibt es eine neue Zusage aus Norwegen – und einen Bonus.

Kiew/Oslo – Am 24. August feierte die Ukraine ihre 1991 erklĂ€rte UnabhĂ€ngigkeit. Wie schon im Jahr zuvor, so wurde der Tag auch dieses Mal wieder vom Ukraine-Krieg ĂŒberschattet. Bei einem Überraschungsbesuch in Kiew brachte Norwegens Regierungschef Jonas Gahr StĂžre dabei zur Feier des Tages ein besonderes Geschenk mit.

Die Ukraine benötige dringend mehr militĂ€rische AusrĂŒstung, Raketen und Flugabwehrgeschosse, sagte der norwegische MinisterprĂ€sident in Kiew. Deshalb unterstĂŒtze Norwegen die Ukraine mit allem, was möglich sei.

Norwegen verspricht der Ukraine Kampfjets vom Typ F-16

Möglich ist fĂŒr Norwegen relativ viel. Das militĂ€rische Hilfspaket, das Norwegen fĂŒr die Ukraine geschnĂŒrt hat, kann sich in der Tat sehen lassen. An erster Stelle zu nennen sind die von der Ukraine lange gewĂŒnschten Kampfjets. Gahr StĂžre bestĂ€tigte norwegischen Medien zufolge, dass Norwegen der Ukraine mehrere Flugzeuge des Typs F-16 fĂŒr den Abwehrkampf gegen Russland zur VerfĂŒgung stellen werde – als drittes Land nach DĂ€nemark und den Niederlanden.

Eine Zahl nannte Norwegens MinisterprĂ€sident zunĂ€chst nicht. Der Nachrichtenseite VG zufolge sollen es zwischen fĂŒnf und zehn Flugzeuge sein. Auch wann die Flugzeuge geliefert werden sollen, war zunĂ€chst unklar. Zu „gegebener Zeit“ wĂŒrden weitere Einzelheiten ĂŒber die Anzahl der Kampfjets und den Zeitrahmen der Lieferung mitgeteilt, erklĂ€rte Gahr StĂžre.

Norwegen liefert der Ukraine auch Flugabwehrraketen vom Typ Iris-T

Doch die Kampfjets sind nur ein Teil des PrĂ€sentkorbes. So soll die Ukraine von Norwegen auch Flugabwehrraketen vom Typ Iris-T erhalten. Das moderne Flugabwehrsystem Iris-T, fĂŒr das Norwegen nun weitere Raketen liefern will, hat Deutschland der Ukraine zur VerfĂŒgung gestellt.

Zudem sagte Norwegen der Ukraine die Lieferung von MinenrĂ€umgerĂ€ten sowie ein Hilfspaket fĂŒr die ukrainische Energieversorgung in Höhe von umgerechnet 130 Millionen Euro zum Kauf von Gas und Strom fĂŒr den Winter zu. „Die ukrainischen Behörden benötigen unsere Hilfe, um Haushalte, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen vor einem weiteren Winter mit Strom und WĂ€rme zu versorgen“, sagte Gahr StĂžre.

Die Ukraine hatte Anfang Juni eine große Gegenoffensive gestartet, um die von Russland besetzten Gebiete zurĂŒckzuerobern. Zuletzt hatte Kiew Schwierigkeiten beim VorrĂŒcken gegen die russischen Einheiten eingerĂ€umt. (cs/dpa/afp)


Am 15. August von Christian Stör in der HNA unter
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NEUER BEITRAG29.09.2023, 16:20 Uhr
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arktika

Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg Kriegsvorbereitung FINNLANDS: Einmalig 750 € fĂŒr LandeigentĂŒmerInnen an der finnisch-russischen Grenze fĂŒr EinverstĂ€ndnis fĂŒr staatlichen "Verteidigungsanlagen"bau auf ihrem Grund. Vorlaufzeit 1 Tag, Laufzeit 20 Jahre. Wahrlich eine "billige" Lösung!

Finnisches MilitĂ€r rĂŒstet sich fĂŒr Errichtung von Verteidigungsanlagen an Grenze zu Russland

Nach Angaben der finnischen Zeitung Helsingin Sanomat trifft das finnische MilitĂ€r geheime Vereinbarungen mit Landbesitzern an der Grenze zu Russland. Die Vereinbarung erlaubt es den StreitkrĂ€ften, auf dem Land Verteidigungsanlagen zu bauen und spĂ€ter eigene PachtvertrĂ€ge fĂŒr diese Anlagen abzuschließen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren und bei Unterzeichnung der Vereinbarung erhĂ€lt der GrundeigentĂŒmer 750 Euro. Helsingin Sanomat schreibt:

"In den vergangenen anderthalb Jahren haben Dutzende von Landbesitzern geheime LandnutzungsvertrĂ€ge unterzeichnet, die es ihnen erlauben, innerhalb von 24 Stunden nach der Unterzeichnung mit den Befestigungsarbeiten auf ihrem GrundstĂŒck zu beginnen."

Laut der finnischen Zeitung werden die EigentĂŒmer der GrundstĂŒcke von den VerteidigungskrĂ€ften mindestens einen Tag vor Baubeginn telefonisch, per Brief oder E-Mail ĂŒber die Inanspruchnahme des GrundstĂŒcks fĂŒr dringende Bauarbeiten informiert.


Heute um 14.56 Uhr im 'Ukrainekrieg Liveticker' von RTdeutsch unter
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NEUER BEITRAG29.09.2023, 17:02 Uhr
EDIT: FPeregrin
29.09.2023, 18:20 Uhr
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FPeregrin

Nur zur Einordnung: Die hier als Quelle dienenden "Helsingin Sanomat" sind nicht irgend ein obskures KĂ€seblatt, sondern die grĂ¶ĂŸte und wichtigste Tageszeitung Finnlands. In solchen Zeitungen kann zwar auch schlecht recherchierter Quatsch drinstehen, aber eine große Zeitung hat keine große Neigung, fĂŒr Sondereien ihr RenommĂ©e aufs Spiel zusetzen. Daraus wĂ€re vorsichtig (!) zweierlei zu schließen: a) die Geschichte stimmt, b) die neue NATO-Politik der herrschenden Klasse ist nicht so beliebt und selbstverstĂ€ndlich akzeptiert, wie man uns das hierzulande weismachen will.

Leider beschrĂ€nken sich meine FĂ€higkeiten, finnische Texte zu verstehen, weitgehend auf das VerstĂ€ndnis des Inhalts von Imbißbuden-Speisekarten. Das reicht nicht zu eigener Recherche!
NEUER BEITRAG22.10.2023, 18:35 Uhr
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arktika

Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg SCHWEDEN: Ukrainefans, aber knauserig?

So stellt es sich zumindest nach außen dar: Voll fĂŒr die Ukraine (geht ja gegen die Sowjetunion, Ă€h, gegen Rußland natĂŒrlich), voll fĂŒr Waffenlieferungen, aber beim eigenen Portemonnaie knickern??? Was soll das denn?

Heute um 13:03 Uhr im RTdeutsch 'Ukrainekrieg-Liveticker':

Medienbericht: Spendensammlung fĂŒr die Ukraine in Schweden zunehmend schwierig

Wie im schwedische Fernsehsender SVT berichtet, ist das Sammeln von Spenden fĂŒr die Ukraine sehr viel schwieriger geworden. Obwohl Umfragen zeigen, dass die Schweden alle Rekorde der Sympathie fĂŒr die Ukraine in Europa brechen, sind sie sehr zurĂŒckhaltend, Geld fĂŒr den Konflikt in einem anderen Land zu geben. Laut der jĂŒngsten Eurobarometer-Umfrage befĂŒrworten 93 Prozent der schwedischen Bevölkerung Waffenlieferungen an Kiew, was weit ĂŒber dem EU-Durchschnitt (62 Prozent) liegt, so der Beitrag. Katerina Blagodyr, Leiterin einer Hilfsorganisation fĂŒr die Ukraine, sagte in einem Interview mit dem Fernsehsender jedoch, dass sie inzwischen viel weniger Spenden erhalte. Und sie glaube, dass die Inflation daran schuld sei. Blagodyr erklĂ€rte:

"Ich glaube, das liegt daran, dass die Geldbörsen der Menschen seit Beginn des Konflikts viel schlanker geworden sind."

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NEUER BEITRAG14.02.2024, 21:01 Uhr
EDIT: arktika
14.02.2024, 21:03 Uhr
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arktika

Zu dumm, daß Oslo im tiefen SĂŒden des Landes NORWEGEN liegt, der einzige - mittlerweile selbstverstĂ€ndlich von Oslo geschlossene - GrenzĂŒbergang zu Rußland aber im hohen Norden. Und daß damit logischerweise der geographische Abstand groß ist, aber nicht nur dieser, sondern auch der politische ... Auch heute gilt noch die grobe Faustregel: Der Norden ist Rot, der SĂŒden weiß, und von alten Zeiten her gibt es im Norden entsprechend immer noch gewisse Sympathien fĂŒr den großen Nachbarn, auch wenn die Sowjetunion erst mal passĂ© ist. Es gab bis zum Beginn der Sonderoperation gemeinsame Projekte verschiedenster Art, "kleinen" Grenzverkehr, freundschaftliche nachbarliche Beziehungen ... ... ... Nix, was Oslo nun so toll findet. Und entsprechend schon seit Jahren zu stören versucht hat.
Und jetzt tauchen auch noch Blumen auf! Einfach so!! Und das auch noch an sowjetischen (oft gemeinsam mit den NordnorwegerInnen gestalteten) DenkmĂ€lern!!! Skandal!!!!! Wo doch Nato-Mitglied Norwegen gegen Rußland agiert ...

Dazu ein - etwas einseitiger - Artikel von Peter Sieben in der HNA vom 6. Nov. 2023:

Blumen tauchen an der Nato-Grenze zu Russland auf: Norweger in Sorge

Im hohen Norden von Norwegen sorgt ein merkwĂŒrdiges PhĂ€nomen fĂŒr Unruhe: An russischen KriegsdenkmĂ€lern tauchen immer wieder Blumen auf. Kein Zufall, glauben Experten.

Oslo/Kirkenes – Wenn man nicht aufpasst, setzt sich der Ohrwurm fest: „Sag mir, wo die Blumen sind“ – sofort hat man die Stimme von Marlene Dietrich im Ohr, die den Song einst zum Welthit machte. Ein Lied ĂŒber Soldaten, GrĂ€ber und Blumen darauf – und darĂŒber, dass der Krieg in einem endlosen Kreislauf immer wieder von vorne beginnt. Hoch im Norden von Norwegen, an der Grenze zu Russland, wird in diesen Tagen deutlich, wie aktuell das Motiv ist. Dort sorgen Blumen an KriegsdenkmĂ€lern jetzt fĂŒr einen Skandal – und zunehmend fĂŒr Alarmbereitschaft.

Kirkenes in Norwegen: An der Spitze der Nato-Nordflanke

Die norwegische Stadt Kirkenes liegt nur wenige Kilometer vom GrenzĂŒbergang nach Russland entfernt. Die Region ist Norwegens nördlichster Landzipfel der sogenannten Nordflanke, die Nato-Gebiet von Russland trennt. Hier leben Norweger und Russen seit vielen Jahren TĂŒr an TĂŒr. FĂŒr sie galt eine in Europa einmalige Sonderregelung: Innerhalb einer 30-Kilometer-Zone durften sich Russen und Norweger visafrei zwischen den LĂ€ndern hin und her bewegen. Es gab regen Handel, enge familiĂ€re Beziehungen. Damit ist nun Schluss: Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine ist die Grenze dicht.

Plötzlich tauchen immer wieder Blumen an russischen KriegsdenkmÀlern auf

„Die Situation ist schwierig fĂŒr alle, die dort leben. Viele haben zum Beispiel ihre Jobs verloren“, erzĂ€hlt Are Tomasgard. Er ist beim Gewerkschaftsbund LO in der norwegischen Hauptstadt Oslo unter anderem fĂŒr Sicherheitspolitik zustĂ€ndig und besucht im Rahmen seiner TĂ€tigkeit immer wieder auch die Grenzregion. Die Kimek-Werft in Kirkenes, ein großer Arbeitgeber, stecke in Schwierigkeiten: Denn die Kunden kamen aus Russland. Die AuftragsbĂŒcher seien zwar voll, aber: „Die Kunden können ihre AuftrĂ€ge wegen der Sanktionen nicht mehr bezahlen.“ Die Stimmung vor Ort sei angespannt und ein merkwĂŒrdiges PhĂ€nomen bereite vielen gerade Bauchschmerzen: „Plötzlich tauchen immer wieder Blumen an russischen KriegsdenkmĂ€lern auf, was vorher Jahrzehnte lang nicht passiert ist“, sagt Tomasgard und zeigt Fotos davon auf seinem Handy.

Die russischen DenkmĂ€ler im Grenzgebiet sollen an die Befreiung Norwegens von den Nazis durch die Rote Armee am 25. Oktober 1944 erinnern. Jetzt wĂŒrden auf einmal immer mehr solcher DenkmĂ€ler gebaut, sagt Tomasgard. Viele empfĂ€nden das angesichts des Ukraine-Kriegs als befremdlich bis bedrohlich. Immer wieder fĂŒhrt das zu Streit zwischen Kriegsgegnern und prorussischen Einwohnern.

Generalkonsul von Russland sorgt fĂŒr Eklat in Norwegen


Jetzt kam es zu einem Eklat, ĂŒber den sogar das norwegische Fernsehen ĂŒberregional berichtete: Der russische Generalkonsul Nikolaj Konygin hatte am sogenannten Befreiungsdenkmal einen Kranz in russischen Nationalfarben ĂŒber den offiziellen Blumenschmuck der Gemeinde SĂžr-Varanger, zu der Kirkenes gehört, abgelegt. Ein Affront – und zwar ein derart großer, dass BĂŒrgermeister Magnus MĂŠland sich genötigt fĂŒhlte, den russischen hinter den schwedischen Kranz der Gemeinde zu legen. Das Spielchen setzte sich fort: Irgendwer holte den russischen Kranz heimlich wieder nach vorne und jemand anders entfernte ihn dann wieder.

Was sich auf den ersten Blick vielleicht wie eine lokale Posse lesen mag, nimmt man in Norwegen sehr ernst. „In den letzten Jahren hat die russische Regierung in der Region mehrere DenkmĂ€ler gewollt, geplant oder errichtet. Das ist kein Zufall“, sagt Ragnhild Skare von der norwegischen Forschungsplattform Utsyn, die sich mit Außen- und Sicherheitspolitik befasst. „Wir sehen, dass die russische Regierung die einzigartige Geschichte und Stimmung im hohen Norden Norwegens aktiv nutzt, um ihre Narrative ĂŒber den Zweiten Weltkrieg zu verbreiten“, so Skare.


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NEUER BEITRAG14.02.2024, 21:14 Uhr
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arktika

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Vorwurf: Russland will angesichts von Ukraine-Krieg Stimmung machen


Nach Jahrzehnten enger Beziehungen zwischen Norwegern und Russen im Norden seien die GefĂŒhle gegenĂŒber Russland dort anders als im SĂŒden. „Es gibt nicht viele andere Orte in Europa mit einer so wichtigen strategischen Bedeutung und einer Ă€hnlichen Geschichte und Stimmung.“ Es sei besorgniserregend, aber nicht ĂŒberraschend, dass Russland das nun zu seinem Vorteil nutze und sich als großer Befreier auch vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs geriere: Von Anfang an hatte Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin die Invasion als angebliche Befreiungsaktion verkauft.

Auch bei der Polizei ist die Sache mit den Blumen ein Thema. „Wir registrieren, dass an solchen DenkmĂ€lern Blumen niedergelegt werden“, sagt Ellen Katrine HĂŠtta, Chefin des Polizeidistrikts Finnmark. Sie sei sich im Klaren darĂŒber, dass das als außenpolitisches Instrument genutzt werden könne, um unter anderem den Einmarsch Russlands in die Ukraine zu legitimieren. Haetta betont: „Wenn es um die Beziehung zwischen Norwegern und Russen geht, geht es uns um die Sicherheit aller hier lebenden Menschen.“ Indes gebe es bislang nur wenige FĂ€lle, in denen es zu Gewalt zwischen Norwegern und Russen gekommen sei. „Wir legen großen Wert darauf, sicherzustellen, dass alle sicher sind, unabhĂ€ngig von ihrer NationalitĂ€t“, so die Polizeichefin.

General aus Norwegen hĂ€lt Angriff auf Nato fĂŒr unwahrscheinlich

Are Tomasgard sieht unterdessen noch einen weiteren Punkt. „Manche glauben, dass Russland vielleicht eines Tages einen Vorwand sucht, russische Einwohner in der Finnmark zu schĂŒtzen“, sagt er und setzt das Wort „schĂŒtzen“ gestisch in AnfĂŒhrungszeichen. An einen direkten russischen Angriff glaubt hier indes keiner. „Das kann ich mir nicht vorstellen“, sagt etwa Brigadegeneral Eystein Kvarving, Kommunikationschef der norwegischen StreitkrĂ€fte.

Seit dem Nato-Beitritt Finnlands und dem bevorstehenden Beitritt Schwedens sei die Nato-Nordflanke so sicher wie nie. Überdies hat Russland nach Beobachtungen des norwegischen MilitĂ€rs Teile seiner Truppen an der Grenze abgezogen, nur noch etwa ein FĂŒnftel sei dort. „Die Truppen braucht Russland ja jetzt in der Ukraine, viele der russischen Soldaten sind dort wahrscheinlich gefallen“, so Kvarving. Und doch werden immer wieder russische Bewegungen nahe der Arktis registriert und es gab zuletzt zahlreiche auffĂ€llige Drohnen-Sichtungen.


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Tja, fast schon Paranoia im ĂŒberfĂŒllten SĂŒden, RealitĂ€tssinn im menschenarmen Norden, wo die Menschen seit Jahrhunderten nur ĂŒberleben konnten, WEIL man eben nicht auf Kriege aus war, sondern auf ein Zusammenleben mit gegenseitiger Hilfe ... Wie sonst hĂ€tte man sonst den arktischen Norden besiedeln und (dauerhaft) bewohnen können?
Ach ja, fĂŒr die, die sich da oben nicht so auskennen: Vardö war einer der Orte, von denen aus die Iskra nach Rußland geschmuggelt wurden. Mit Hilfe der (roten) Fischer.

#Nordnorwegen
#Finnmark
#BlumenanDenkmaelern
#GegensatzOsloNordnorwegen
NEUER BEITRAG12.04.2024, 23:20 Uhr
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arktika

Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg Da ist Finnland nun stolzes NATO-Mitglied ... und schon erfolgen die KĂŒrzungen in den ĂŒblichen Bereichen. Nur der MilitĂ€retat steigt weiter, das Volk wird 's schon mittragen...
Was in den westlichen Medien nicht so gern an die große Glocke gehĂ€ngt wird, das findet man denn doch manchmal auf RTdeutsch, so wie diesen Artikel dazu vom 11. April:

Na so was: Neues NATO-Mitglied Finnland muss Renten kĂŒrzen

Die finnische Regierung plant AusgabenkĂŒrzungen und Steuererhöhungen, um ein Loch im Haushalt 2025 zu stopfen. Das RĂŒstungsbudget des skandinavischen Landes, das vor einem Jahr der NATO beitrat, wird jedoch weiterhin aufgestockt.

Die finnische Regierung hat keine andere Wahl, als die Renten zu kĂŒrzen, um die öffentlichen Finanzen zu verbessern, sagte Finanzministerin Riikka Purra in einem Interview mit der Lokalzeitung Helsingin Sanomat. Die Frage der Renten ist Teil der politischen Debatte in diesem Monat, da die Regierung zusĂ€tzliche KĂŒrzungen in Höhe von drei Milliarden Euro fĂŒr den Staatshaushalt 2025 plant.

Der Ministerin zufolge sind KĂŒrzungen bei den Betriebsrenten als Teil des Sparpakets der Regierung unvermeidlich. Purra sagte, dass die Regierung die jĂ€hrlichen, an den Lebenshaltungskosten orientierten Erhöhungen der Renten einfrieren oder die Steuern auf einige Renten erhöhen könnte. "Meines Erachtens ist es unmöglich, das gewĂŒnschte Ergebnis zu erreichen, ohne sich mit den Renten zu befassen", zitierte die Zeitung Purra am Mittwoch. Die Regierung werde die Maßnahmen auf einer fĂŒr nĂ€chste Woche geplanten Rahmensitzung erörtern, so Purra weiter.

In einem frĂŒheren Interview mit der Zeitung Iltalehti sagte die Finanzministerin, es sei unwahrscheinlich, dass die niedrigsten Renten ins Visier genommen wĂŒrden.

"Wir haben eine große und sehr wohlhabende Rentnerbevölkerung mit hoher Lebenszufriedenheit und genug Geld fĂŒr Selbstverwirklichung und Reisen. Gleichzeitig haben wir Rentner, die kaum ĂŒber die Runden kommen und sich zwischen Medikamenten und Lebensmitteln entscheiden mĂŒssen", erklĂ€rte sie. "Kleine Korrekturen" werden die Situation nicht verbessern, und es gibt keine Chance auf eine RĂŒckkehr zu den "guten alten Zeiten", warnte Purra.

Die finnische Regierung hatte zuvor KĂŒrzungen bei grundlegenden Sozialleistungen wie Wohngeld und ArbeitslosenunterstĂŒtzung fĂŒr einkommensschwache Gruppen vorgenommen. Mehrere Menschenrechtsgruppen schlugen wegen dieser KĂŒrzungen Alarm und warnten, dass sie zu einem Anstieg der relativen Armut unter jungen Erwachsenen, Alleinerziehenden und Ă€lteren Menschen fĂŒhren könnten.

Der von Finnlands regierender Mitte-rechts-Koalition im vergangenen Jahr beschlossene Haushalt 2024 sah eine Ausweitung des Defizits um 35 Prozent oder 11,5 Milliarden Euro im Vergleich zu 2023 vor. MinisterprĂ€sident Petteri Orpo erklĂ€rte damals, die wirtschaftlichen Aussichten Finnlands hĂ€tten sich zunehmend eingetrĂŒbt. Im Jahr 2023 ist das BIP des Landes laut EU-Wirtschaftsprognosen um 0,4 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr zurĂŒckgegangen.

Finnland verzeichnete einen RĂŒckgang der Steuereinnahmen, der auf die alternde Bevölkerung und die niedrige Geburtenrate zurĂŒckgefĂŒhrt wurde. Laut der Zeitung Iltalehti verschuldet sich Finnland in alarmierendem Maße. Allerdings spart die Regierung kaum an der inneren und Ă€ußeren Sicherheit, erlĂ€utert das Blatt. Wenn man die Verteidigungsausgaben nicht mitzĂ€hlt, sind die Sozialversicherung und das Bildungswesen die grĂ¶ĂŸten Staatsausgaben, heißt es weiter.

Finnland ist vor einem Jahr der NATO beigetreten. Vor dem Beitritt gab das Land nach Angaben der Weltbank 1,7 Prozent seines BIP fĂŒr die Verteidigung aus. Seitdem hat Finnland seinen Verteidigungshaushalt aufgestockt, da von NATO-Mitgliedern erwartet wird, dass sie zwei Prozent ihres BIP fĂŒr die Verteidigung ausgeben.


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#Kuerzungen
#sozialeKuerzungen
#Militaerhaushalt
#Militaeretat
NEUER BEITRAG13.04.2024, 01:03 Uhr
EDIT: FPeregrin
13.04.2024, 01:10 Uhr
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FPeregrin

Nur FN: Die Helsingin Sanomat sind in etwa genauso eine "Lokalzeitung" wie die Frankfurter Allgemeine.
NEUER BEITRAG24.05.2024, 07:44 Uhr
EDIT: arktika
24.05.2024, 07:47 Uhr
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arktika

Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg Bunkern, was das Zeug hĂ€lt, bei den Älteren und Null Bock auf Kriegsdienste bei der Jugend: Schwedens Bevölkerung und ihr aktueller GemĂŒtszustand. Auch in Schweden muß die Mehrheit der Bevölkerung erst noch konditioniert werden, bevor es richtig losgehen darf.
Zur psychischen Verfaßtheit im Lande ein Text von Stanislaw Leschtschenko am 17. April auf RTdeutsch:

"Russische Bedrohung" und US-Atomwaffen lösen in Schweden eine Massenpsychose aus

Die Schweden kaufen massenhaft Radios und Taschenlampen, und die jungen Leute weigern sich, in die Armee einzutreten. Und das alles wegen der Rhetorik ĂŒber den bevorstehenden Krieg mit Russland und die mögliche Stationierung amerikanischer Atomwaffen im Lande


Ende letzten Jahres schlossen die Vereinigten Staaten und Schweden einen Vertrag, der den USA ungehinderten Zugang zu siebzehn schwedischen MilitĂ€rstĂŒtzpunkten gewĂ€hrt. Das Abkommen gibt den Amerikanern das Recht, ihre Waffen und Munition auf diesen StĂŒtzpunkten zu lagern, Übungen durchzufĂŒhren und Zwischenstopps ihrer Flugzeuge zum Auftanken einzulegen.

Die Ratifizierung des Dokuments durch das schwedische Parlament (Riksdag) wird im Juni erwartet. Laut dem schwedischen Verteidigungsminister Paul Johnson wird der Vertrag "gĂŒnstigere Bedingungen fĂŒr Schweden schaffen, wenn es im Kriegs- oder Krisenfall UnterstĂŒtzung von den USA erhĂ€lt". Ein Ă€hnlicher Vertrag zwischen Norwegen und den USA enthĂ€lt den Vorbehalt, dass Oslo weder die Lagerung von US-Atomwaffen noch Übungen mit diesen Waffen duldet. Das schwedisch-amerikanische Abkommen enthĂ€lt jedoch keine solche Klausel.

Dies rief sofort die Sorge einer Reihe schwedischer Politiker und Aktivisten hervor. So sagte Kerstin Bergeo, Leiterin der öffentlichen Organisation Union for Peace and Arbitration:

"Die Tatsache, dass Schweden einen solchen Vertrag mit den USA unterzeichnet hat, ohne Vorbehalte gegen Atomwaffen auf unserem Territorium zu haben, ist wahnsinnig. Dies ist ein unglaublicher Wandel in unserer Sicherheitspolitik, von dem die schwedische Bevölkerung entweder nichts weiß oder nicht versteht, was er bedeutet."

WĂ€hrend die NATO-Mitgliedschaft Schwedens im Parlament diskutiert und dort endgĂŒltig beschlossen wurde, wurde der MilitĂ€rvertrag mit den USA ohne Zustimmung der Bevölkerung verabschiedet. "Dies geschah gĂ€nzlich unbemerkt von uns normalen BĂŒrgern", beklagt Kerstin Bergeo.

Der linke Journalist Joran Greider schreibt dazu:

"Es ist erstaunlich, wie fĂŒgsam oder vielleicht auch Ă€ngstlich das schwedische Volk geworden ist. Schweden wird jetzt von den USA besetzt. Still und leise und per Vertrag."

Und nun sah sich Schwedens Regierungschef Ulf Kristersson gezwungen, auf diese Äußerungen zu reagieren. Er sagte:

"Wir haben zwei VorschlĂ€ge entwickelt. Sie besagen, dass Schweden erklĂ€rt hat, dass es in Friedenszeiten kein stĂ€ndiges Kontingent [der Vereinigten Staaten – VZGLYAD] oder Atomwaffen auf seinem Boden gibt. Aber wenn es auf unserem Territorium zu einem Krieg kommt, ist das eine völlig andere Situation. Dann kommen alle NATO-LĂ€nder in den Genuss des nuklearen Schutzschirms, der so lange bestehen sollte, wie Russland ĂŒber Atomwaffen verfĂŒgt."

Diese Worte wurden im Lande sofort als Hinweis darauf verstanden, dass Schweden zumindest die Stationierung von US-Atomwaffen auf seinem Territorium nicht ausschließt.

Die Schweden werden auf den Krieg vorbereitet

Es sei daran erinnert, dass die Schweden ernsthaft auf einen Atomkrieg vorbereitet werden. Aftonbladet veröffentlichte ein Interview mit einem Mitarbeiter der staatlichen Verteidigungsforschungsagentur (FOI), der sagte, dass "der Aggressor LuftstĂŒtzpunkte, HĂ€fen, BrĂŒcken und militĂ€rische Einheiten mit Atomwaffen angreifen wird". Die schwedische Katastrophenschutzbehörde (MSB) hat eine BroschĂŒre fĂŒr Feuerwehrleute erstellt, in der beschrieben wird, wie sie sich im Falle einer Atomexplosion verhalten sollen. Mikael Claesson, Stabschef der schwedischen StreitkrĂ€fte, sagte, es sei wichtig, sich auf das Schlimmste vorzubereiten:

"Ich kann nicht genau sagen, wie wir uns auf den Einsatz von Atomwaffen vorbereiten, aber es wurden bereits eine Reihe von Maßnahmen getroffen."

Es stellt sich jedoch die Frage, wie amerikanische Atomwaffen, die auf schwedischem Gebiet stationiert sind, zur Sicherheit der Schweden beitragen werden. Genau genommen gar nichts, eher das Gegenteil. Insbesondere im Hinblick auf Ă€hnliche Aussichten fĂŒr Polen hat die russische FĂŒhrung bereits sehr unmissverstĂ€ndlich erklĂ€rt, dass das russische MilitĂ€r "alle notwendigen Schritte unternehmen wird". Und diese Schritte werden zweifellos in erster Linie darin bestehen, dass Atomwaffenlager und TrĂ€germittel im Falle eines Konflikts zu potenziellen Zielen fĂŒr russische Truppen werden.

Deshalb erklĂ€rte die damalige MinisterprĂ€sidentin Magdalena Andersson im FrĂŒhjahr 2022, als der NATO-Beitritt Schwedens gerade diskutiert wurde, dass die damals in Schweden regierenden Sozialdemokraten auch nach dem Beitritt zum BĂŒndnis keine derartigen Waffen auf heimischem Boden sehen wollten. Gleichzeitig appellierte die schwedische Partei der GrĂŒnen an den Reichstag, ein Gesetz zu verabschieden, das den Einsatz von Atomwaffen auf schwedischem Gebiet verbieten sollte. Das Gesetz wurde jedoch nicht verabschiedet.

Aus den Wahlen im Herbst 2022 ging eine gemĂ€ĂŸigte Rechtskoalition in der schwedischen Regierung hervor. Der neue MinisterprĂ€sident Ulf Kristersson begann, zweideutige ErklĂ€rungen abzugeben, und war dann empört, als russische Medien diese als Bereitschaft zum Einsatz von Atomwaffen interpretierten, wenn das Land der NATO beitritt. Das Außenministerium des Königreichs versicherte:

"Wir sehen die PrÀsenz von Atomwaffen auf unserem Territorium in Friedenszeiten nicht vor."

Tobias Billström, der Leiter des Ministeriums, sagte dasselbe.


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NEUER BEITRAG24.05.2024, 07:58 Uhr
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arktika

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Jetzt verzichten schwedische Politiker nicht offiziell auf ihre frĂŒheren Worte: Kristersson betonte, dass die Einfuhr von "Nuklearwaffen" in das Land nur in "Kriegszeiten" möglich sei. Aber es stellen sich viele Fragen. Was bedeutet "im Kriegsfall"? Nuklearwaffen sind in erster Linie eine Waffe der Abschreckung. Und von welcher Art von "Abschreckung" kann man sprechen, wenn der Krieg bereits begonnen hat? Oder wird die schwedische Bevölkerung versuchen, den Beginn dieses "Krieges" zu sichern, auch wenn es keine wirklichen Feindseligkeiten gibt?

"Niemand wird die schwedische Regierung nach ihrer Meinung fragen"

In Schweden wurden keine Umfragen zum Thema amerikanische Atomwaffen durchgefĂŒhrt, aber wir können die Haltung der einfachen Schweden zu diesem Thema anhand indirekter Hinweise beurteilen. In der lokalen Presse ist zu lesen, dass sich in letzter Zeit viele junge Schweden, die der Wehrpflicht unterliegen, dieser auf jede erdenkliche Weise entziehen. Die Abneigung der jungen MĂ€nner und Frauen, in die Armee einzutreten, wird mit ihrer Angst erklĂ€rt, sich im Epizentrum der Feindseligkeiten zu befinden.

Die öffentliche Organisation Svenska Freds (Schwedische Vereinigung fĂŒr Frieden und Schlichtung) berichtet, dass sie zunehmend von jungen Menschen angesprochen wird, die sich Sorgen machen, dass sie wĂ€hrend ihres Dienstes an Kriegen in anderen LĂ€ndern teilnehmen könnten.

Bekanntlich sieht die Charta des BĂŒndnisses vor, dass jedes Mitglied im Falle einer militĂ€rischen Krise auf die bewaffnete UnterstĂŒtzung anderer NATO-Staaten zĂ€hlen kann. Genau das ist es, was die jungen Schweden jetzt befĂŒrchten.

DarĂŒber hinaus hat die stĂ€ndige Rhetorik ĂŒber die "russische Aggression" die Schweden dazu veranlasst, in den GeschĂ€ften Dinge des tĂ€glichen Bedarfs zu kaufen. Die Zeitung Expressen berichtet, dass der Verkauf von tragbaren Radios um mehrere Tausend Prozent und die Nachfrage nach Taschenlampen und Wasserkanistern um 800 Prozent gestiegen sei.

Infolgedessen musste Kristersson "die Anti-Krise einschalten" und seine Landsleute dringend beruhigen. Der Premierminister rĂ€umte ein, dass das Land eine Massenpsychose durchlebe, die "außer Kontrolle" geraten sei. Ulf Kristersson sagte, dass die Frage der US-Atomwaffen vom Parlament des Königreichs entschieden werden wĂŒrde.

Natalia Jeremina, Doktorin der Politikwissenschaften und Professorin an der Staatlichen UniversitÀt St. Petersburg, erklÀrte, dass die Situation bei den Atomwaffen angesichts der Ablehnung der Open-Skies-, ABM- und START-Abkommen durch die USA bedrohlich aussieht:

"Die USA sind sich darĂŒber im Klaren, dass ihre Hegemonie dem Ende zugeht – daher ihr ganzes Getue. Moskau und Washington haben jedoch die Erfahrung, dass sie in der Lage sind, die komplexesten Probleme zu lösen – denken Sie an die Kubakrise. Aber wir haben keine solche Erfahrung in der Zusammenarbeit mit europĂ€ischen Staaten, und das ist alarmierend."

Man sehe, sagt Jeremina, dass sich die Regierungen von Schweden, Finnland und Polen irrational verhalten. Sie wĂŒrden versuchen, ihre Bevölkerung von aggressiven PlĂ€nen Moskaus zu ĂŒberzeugen, was im Widerspruch nicht nur zu den ErklĂ€rungen der russischen FĂŒhrung, sondern auch zu den objektiven UmstĂ€nden stehe. Diese LĂ€nder seien jedoch nicht souverĂ€n in ihrer Entscheidung, ihr Verhalten sei Ausdruck der Unsicherheit des "Großen Bruders" in Übersee. Wahrscheinlich werde man Washington ĂŒber geschlossene KanĂ€le zu verstehen geben, wie irrational die Entscheidungen zur Stationierung von Atomwaffen in der NĂ€he der russischen Grenzen seien. Und niemand werde die Regierungen Schwedens, Finnlands und Polens nach ihrer Meinung fragen, sagte die Expertin voraus.


Übersetzt aus dem Russischen. Der Originalartikel ist am 16. Mai 2024 auf vz.ru erschienen.

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NEUER BEITRAG01.07.2025, 16:44 Uhr
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arktika

Skandinavien/Finnland + der Ukrainekrieg Nicht ganz taufrisch, aber wg. der Bedeutung noch nachgetragen:

"Erfolgreiche Zusammenarbeit" – US-Flugzeuge werfen erstmals Bomben ĂŒber Finnland ab

Im Rahmen einer MilitĂ€rĂŒbung haben US-Kampfflugzeuge erstmals Bomben ĂŒber Finnland abgeworfen. Der Stabschef der finnischen Luftwaffe spricht von einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Russlands Botschafter in Finnland warnt dagegen vor einer Militarisierung der Region.


Bomber der US-Luftwaffe haben im Rahmen einer MilitĂ€rĂŒbung erstmals Bomben auf einen Übungsplatz in Finnland abgeworfen. Finnlands Luftwaffe meldete dazu:

"Am 6. MĂ€rz haben Jagdflugzeuge vom Typ F/A-18 Hornet der Luftwaffe Finnlands zwei US-amerikanische Bomber B-52 auf den MilitĂ€rĂŒbungsplatz RovajĂ€rvi begleitet. Dort haben die B-52 Bomben vom Typ JDAM auf Ziele abgeworfen, die von der LuftaufklĂ€rung der finnischen LandstreitkrĂ€fte und der US-Luftwaffe angegeben wurden."

Der Stabschef der finnischen Luftwaffe Brigadegeneral Aki Puustinen behauptete mit Blick auf den Einsatz, dass dieser Finnlands FÀhigkeit zur Zusammenarbeit mit dem US-MilitÀr demonstriert und die Kollektivverteidigung der NATO in Nordeuropa gestÀrkt habe.

Seit Juli 2024 fĂŒhrt Finnlands Luftwaffe gemeinsam mit Bombern der US-Luftwaffe regelmĂ€ĂŸige MilitĂ€rĂŒbungen im finnischen Luftraum durch. Zudem nahmen finnische F-18-Kampfflugzeuge an MilitĂ€rĂŒbungen des US-amerikanischen Bomberkommandos teil, die unter der Leitung der USA regelmĂ€ĂŸig gemeinsam mit NATO-VerbĂŒndeten organisiert werden.

Zuvor hatte Pawel Kusnetzow, Russlands Botschafter in Finnland, gegenĂŒber der Nachrichtenagentur RIA Nowosti erklĂ€rt, dass demonstrative FlĂŒge der US-amerikanischen B-52-Bomber ĂŒber Finnland belegten, dass das Pentagon fĂŒr sein MilitĂ€r einen neuen potenziellen Kriegsschauplatz erschließe.

Finnland ist der NATO am 4. April 2023 beigetreten. Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin erklĂ€rte dazu, dass der Beitritt des Landes zur Allianz im Hinblick auf Finnlands nationale Interessen sinnlos sei, da Russland nach dem Beitritt Truppen und Waffen an der Grenze werde stationieren mĂŒssen.


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NEUER BEITRAG01.07.2025, 16:53 Uhr
Nutzer / in
arktika

"Finnland ist der NATO am 4. April 2023 beigetreten. Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin erklĂ€rte dazu, dass der Beitritt des Landes zur Allianz im Hinblick auf Finnlands nationale Interessen sinnlos sei, da Russland nach dem Beitritt Truppen und Waffen an der Grenze werde stationieren mĂŒssen."

Das ist durchaus logisch und eine faire AnkĂŒndigung, s. dazu auch den Post in diesem Thread vom 29.09.2023 um 16:20 Uhr. Wenn Finnland dann Geschrei anstimmt, wenn Rußland dies denn auch umsetzt, so ist das nur peinlich ...
NEUER BEITRAG01.07.2025, 17:44 Uhr
Nutzer / in
arktika

Ist nicht wirklich erstaunlich - Schwedens Positionierung in bezug auf Rußland, Ukraine und der damit verbundene offizielle Beitritt zur NATO fĂŒhren dazu, daß Rußland ein langjĂ€hriges gegenseitiges Abkommen zur Benachrichtigung bei UnfĂ€llen im Kernenergiesektor aufkĂŒndigt.
Dazu ein kurzer Text am 30. Juni auf RTdeutsch:

Russland kĂŒndigt Atomabkommen mit neuem NATO-Mitglied Schweden

Seit dem NATO-Beitritt Schwedens ist eine langjĂ€hrige Vereinbarung mit Stockholm ĂŒber atomare NotfĂ€lle laut Moskau nicht mehr haltbar. Infolge der Tschernobyl-Katastrophe hatten Schweden und die Sowjetunion ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet.


Der russische Premierminister Michail Mischustin hat angeordnet, das Abkommen mit Schweden ĂŒber den nuklearen Informationsaustausch aufzukĂŒndigen – als Reaktion auf Schwedens NATO-Beitritt im vergangenen Jahr.

Das entsprechende Dokument wurde von Mischustin am 24. Juni unterzeichnet und am Freitag auf dem staatlichen Portal fĂŒr Rechtsinformationen veröffentlicht.

Die Vereinbarung, die 1988 von der UdSSR und Schweden unterzeichnet wurde und im April desselben Jahres in Kraft trat, geht auf das Übereinkommen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) von 1986 ĂŒber die frĂŒhzeitige Benachrichtigung bei nuklearen UnfĂ€llen zurĂŒck. Darin verpflichteten sich die Mitgliedsstaaten zur frĂŒhzeitigen gegenseitigen Information ĂŒber nukleare UnfĂ€lle auf dem eigenen Hoheitsgebiet mit möglicher grenzĂŒberschreitender Auswirkung.

Wissenschaftler im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark gehörten zu den ersten im Westen, die am 28. April 1986, zwei Tage nach der Explosion im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl, steigende Strahlungswerte feststellten.

Schweden trat der NATO im MĂ€rz 2024 bei und gab damit seine langjĂ€hrige NeutralitĂ€tspolitik auf. Stockholm hat Kiew seit Februar 2022 militĂ€rische und andere UnterstĂŒtzung in Höhe von fast zehn Milliarden US-Dollar gewĂ€hrt und gleichzeitig ein umfangreiches AufrĂŒstungsprogramm im eigenen Land angekĂŒndigt.

Russland bleibt verfassungsmĂ€ĂŸig der Nachfolgestaat der Sowjetunion, da es nach deren Auflösung ausschließlich die Schulden des Blocks ĂŒbernahm, und Moskau erkennt die von der UdSSR unterzeichneten internationalen VertrĂ€ge an.

Der russische Botschafter in Stockholm, Sergei Beljajew, erklĂ€rte im Mai gegenĂŒber RIA Nowosti, die Haltung Stockholms zeige, "dass Schweden seinen Status als neutrales Land vollstĂ€ndig verloren hat und zu einem Sprungbrett fĂŒr die Umsetzung der militaristischen Ambitionen der NATO wird".


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